Skandinavische Songwriterin Susa überzeugt mit bittersüßen Melodien

Düstere Songs aus Helsinki: Susa
Düstere Songs aus Helsinki: Susa

„Traurige Songs können auch glücklich machen“, behauptet Susa. Mit diesem Motto, ihren melancholischen Songs und ihrer rauchigen Stimme scheint die gebürtige Finnin nicht ganz falsch zu liegen. Das Publikum in der Drehleier konnte sie damit definitiv um den musikalischen Finger wickeln. „Bitter Sweet“, ihr Eröffnungssong katapultierte die sympathische Skandinavierin von der Vorrunde der #open 27 direkt ins Finale.

Nicht minder nachdenklich und musikalisch hochwertig ging’s beim Auftritt von Null zu. Doch der Name ist hier definitiv nicht Programm, das bewies der Regensburger Musiker sofort:

Von Warteliste auf Platz 2: Null
Von Warteliste auf Platz 2: Null

Der Nachrücker des Abends erzeugte mit Percussion-Künsten per Loopmaschine eine virtuelle Band auf der Bühne und überzeugte mit kräftigem Gesang und tiefgreifenden Songtexten.

Es gab aber auch einige Kandidaten, die mehr Dur- als Moll-Töne anschlugen und für ausgesprochene Heiterkeit sorgten: Da war etwa „Da Hans“, der als Liedersammler den Song vom „Feschen Freddy“ zum Besten gab. Das Duo „Zimmer 121“ sang mit dem „Sachensucher“ gegen das tägliche Chaos an und „Philipp Gelbeseiten“ holte mit „Früchten der Liebe“ das Beste aus einer Avocado heraus und biß sich am Ende daran nicht die Zähne aus.

Sang eine Arie: Martin Frank
Sang eine Arie: Martin Frank

Die Stimmung im Theatersaal stieg nochmal so richtig nach der Pause an, als es Zeit wurde für den Special Guest des Abends. Dieses Mal gab sich Kabarettist Martin Frank die Ehre in der Drehleier. Der junge Niederbayer will Opernsänger werden und kokettiert in seinem Programm mit seiner ländlichen Herkunft und seinen ersten Erfahrungen in der Münchner Großstadt. Dass anerzogene Höflichkeit und ein „Grüß Gott“ bei den Großstädtern eher anecken kann, verwirrt den ehemaligen katholischen Sternsinger. Und wie man das natürliche Ableben von Giggerl und Hendl auf der familiären Landwirtschaft zu Geld machen kann, demonstriert er im Gedenken an seine tschechische Gesangslehrerin als italienische Arie mit „großer kräftiger Bauernstimme“. Der anschließende Beifall für seinen Auftritt wollte gar nicht abreißen.

In der Zwischenzeit waren Alex Sebastian und Michi Bohlmann mit der Stimmenauszählung beschäftigt und nun bereit, das Ergebnis zu verkünden. Susa und „Null“ hatten sich ins Finale gekämpft und durften nochmal jeweils zwei Songs präsentieren. Auch wenn Susa sich eine Weile bitten lassen musste, bis sie es zurück auf die Bühne schaffte, minderte dies nicht ihren Erfolg: Nach der Stimmenauszählung war klar: Susa ist #evening_hero_1, Null schaffte es auf Platz 2 und gratulierte als #evening_hero_2 seiner Mitstreiterin am Ende fair und herzlich.

Wie es die Tradition will, darf Susa als #evening_hereo1 den nächsten Song Slam eröffnen, der schon am Dienstag, 8. März in der Drehleier stattfindet. Seid wieder dabei, wir freuen uns auf euch.

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